Lagerkennzahlen

Mit Lagerkennzahlen auch Lagerkennziffer genannt, wird die Wirtschaftlichkeit eines Lagers berechnet. Die Kennzahlen sind also Werte bzw. Statistikdaten, die Informationen über einen Lager und deren Artikel beinhalten. 

Anhand von Lagerkennzahlen kann man Logistische Entscheidungen treffen und es ist somit ein Bestandteil im Lagerwesen. Möchte man die Lagerwirtschaft verbessern, dann ist es enorm wichtig alle Lagerkennzahlen zu berechnen und Ziele zu setzen! Eines der Ziele könnte folgendermaßen lauten: "Lagerkosten um 10% senken!".

Durchschnittlicher Lagerbestand

Der Durchschnittlicher Lagerbestand gibt einen durchschnittlich Stückzahlwert zurück, wie hoch der Bestand ist. Um einen genaueren Wert zu berechnen, wird empfohlen mehrere Bestandswerte zu benutzen (Jahresinventur, Monatsinventur, Tagesinventur).

Berechnung anhand von Jahresinventur 2011 und 2012: 

Berechnung anhand von 12 Monatsendbestände (Januar, Febuar, März, usw.): 

Wareneinsatz

Der Wareneinsatz gibt an für einen bestimmten Zeitraum die Warenmenge. Bsp.: Wieviel haben wir von dem Produkt XY verkauft?

Berechnung Wareneinsatz:

Anfangsbestand + Zugänge - Endbestand = Wareneinsatz

Umschlagshäufigkeit

Die Umschlagshäufigkeit gibt an wie schnell sich ein Artikel dreht. Der Wert gibt an wie schnell ein Artikel das Lager verlässst und erneut erscheint.

Je größer die die Umschlaghäufigkeit ist, desto mehr Ankauf und Verkauf geschieht mit dem Artikel. Das bedeutet nicht nur mehr Umsatz/Gewinn erzielen, sondern auch höhere Bearbeitungsgebühren (Wareneingang, Versand usw.).

Durchschnittliche Lagerdauer

Wenn die durchschnittliche Lagerdauer 20 Tage beträgt, dann verlässt ein Artikel durchschnittlich  nach 20 Tagen. Anhand der dieser Lagerkennzahl kann z.B. eine ABC-Analyse durchgeführt werden.

Lagerzinsen

Die Lagerzinsen müssen ermittelt werden, um die zusätzliche Bindung vom Kapital + Zinsen zu berechnen.